CDU: Einwände ernst nehmen – Bauleitverfahren stoppen!
Donnerstag, den 30. Juni 2011 um 09:12 Uhr
Laschenhütte behutsam mit den Menschen entwickeln
„Die zahlreichen Einwände beweisen, dass die CDU-Position richtig war und ist“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Horst von Brechan. Insgesamt gab es 133 Bürgereinwände innerhalb der Beteiligungsfrist, was ein enorm hohes Interesse aus der Bürgerschaft verdeutlicht. Überwiegender Tenor der Menschen: Weniger ist mehr! Vor allem Sorgen um die Verhältnismäßigkeit der großen Anzahl neuer Bauplätze – geplant sind knapp 40! – wird in Zweifel gezogen, aber ebenso eine erhöhte Verkehrsbelastung und starke Zersiedelung der Landschaft. Die Einwände der Anwohner werden im Grundsatz negativ von der Verwaltung beschieden.
Am Montag befasste sich die CDU-Fraktion erneut mit dem Thema. „Für uns bleibt es bei einem Nein zu diesen Plänen der Stadtverwaltung“, sagt die stellvertretende Bürgermeisterin und Sprecherin im Planungsausschuss Christiane Tille-Gander. Die Argumente der CDU, die im März zum Nein geführt haben, seien zu 100 Prozent bestärkt worden. Die CDU-Fraktion beschloss am Montag, sich für eine kleinere bauplanerische Entwicklung – maximal 15 Bauplätze als Baulückenschliessung mit priv. Erschließung - der Laschenhütte einzusetzen. „Die Laschenhütte muss behutsam und sensibel gemeinsam mit den Menschen entwickelt werden“, unterstreicht Tille-Gander die Position der heimischen CDU: Die Verdichtung der Bebauung sei auch ökologisch das Gebot der Stunde. „Jeder weiß, dass in Deutschland zu viele Flächen versiegelt werden. Ergebnis: Ökologische Probleme für Gewässer, Pflanzen- und Tierwelt“, beschreibt Tille-Gander die zu erwartenden negativen Folgen eines weiteren massiven Flächenverbrauchs. Auch in Tönisvorst müsse dieser Entwicklung entgegengetreten werden. Daher sei maßvolles Bauen und eine Verdichtung der bestehenden Bebauung richtig, sinnvoll und ökologisch.
„Wir hoffen, dass die anderen Fraktionen im Ausschuss ihre Argumente nochmal neu gewichten und zu anderen Ergebnissen kommen als im März“, hofft von Brechan für die CDU. Die CDU will in jedem Fall die Fortführung des Bauleitverfahrens stoppen.





